Handlungsfeld 1 Ländliche Lebensqualität und intelligente Daseinsvorsorge

1.1 Die Daseinsvorsorge, Nahversorgung und Lebensqualität sind für die Bevölkerung zukunftsfähig und erreichbar gestaltet

  • 1.1.1 Die Qualität der (bestehenden) Kinderbetreuung, Bildung für junge Menschen sowie lebenslanges Lernen der Menschen auf dem Lande ist durch neuartige Angebote zukunftsfähig gestaltet
  • 1.1.2 Das Angebot und die Vielfalt an nachfragegerechten und kleinteiligen Alternativen für seniorengerechtesund/oder betreutes Wohnen hat sich verbessert
  • 1.1.3 Die wohnortnahe Versorgung der Bevölkerung ist bedarfsgerecht gestaltet, die medizinische Versorgung ist mit zugänglichen Angeboten ergänzt und tragfähige Alternativen für eine multifunktionale dezentrale / mobile Nahversorgung sind neu entstanden oder modellhaft entwickelt
  • 1.1.4 Kulturelle Teilhabe und Freizeitangebote sind zielgruppengerecht, zugänglich und in überörtlicher Zusammenarbeit tragfähig
  • 1.1.5 Der Grad der Beteiligung von Jung und Alt in ländlichen Orten und Kompetenzen zur Selbstorganisation hat / haben sich verbessert
  • 1.1.6 Tragfähige Alternativen der Mobilität für die nicht-motorisierte Bevölkerung peripherer Orte sind modellhaft entwickelt und umgesetzt

1.2 Das regionale baukulturelle Erbe wird lebendig und nachhaltig (tragfähig) bewahrt

  • 1.2.1 Die Funktionsvielfalt, Aufenthaltsqualität und Effizienz technischer Infrastrukturen haben sich in gewachsenen Strukturen verbessert
  • 1.2.2 Ländliche Wege sind multifunktional und bedarfsgerecht weiterentwickelt
  • 1.2.3 Gebäudeleerstand und Brachflächen sind mit Blick auf baukulturelle Werte und gewachsene Strukturen nachgenutzt und reduziert
  • 1.2.4 Identitätsstiftende und ortsbildprägende Gebäude und Freianlagen sind für Bevölkerung und Gäste erlebbar bewahrt und gestaltet

Handlungsfeld 2 Regionale Wertschöpfung

2.1 Koordinierte Aktionen haben die Leistungsfähigkeit der regionalen KKU, der Land- und Forstwirtschaft erhöht

  • 2.1.1 Die bedarfsgerechte Entwicklung der wirtschaftlichen Infrastruktur hat die Leistungsfähigkeit der regionalen KKU / Betriebe verbessert
  • 2.1.2 Die Wettbewerbsfähigkeit der KKU ist durch koordinierte überbetriebliche Aktionen zu Fachkräftesicherung, Unternehmensnachfolge, Berufsfrühorientierung, Existenzgründungen und Innovationsfähigkeit gesteigert
  • 2.1.3 Regionale Wirtschaftskreisläufe / überbetriebliche Kooperationen sind initiiert und etabliert; die Erzeugung und Vermarktung neuartiger Produkte und Dienstleistungen der KKU haben neue Einkommensmöglichkeiten und Absatzmärkte erschlossen
  • 2.1.4 Die Wertschöpfung in der regionalen Land- und Forstwirtschaft ist durch Kooperationen gesteigert und der Grad der Diversifizierung regionaler Land- und Forstbetriebe in neuen Geschäftsfeldern (Direktvermarkter, Veredlung, Landtourismus) ist erhöht

2.2 Die Touristische Wertschöpfung in der Region hat sich durch Kooperation der Akteure wirksam erhöht

  • 2.2.1 Die Qualitäts- und Serviceorientierung touristischer Akteure entlang von Themen-Schwerpunkten ist durch Kompetenzaufbau gesteigert
  • 2.2.2 Marktfähige touristische Produkte und Angebote entlang der regionalen Themen-Schwerpunkte sind im Verbund der Leistungsträger oder gebietsübergreifend gemeinsam mit Nachbarn entwickelt und etabliert
  • 2.2.3 Touristische Infrastrukturen entlang regionaler Schwerpunkte sind nachfragegerecht und gästefreundlich entwickelt

Handlungsfeld 3 Nachhaltiges Ressourcenmanagement

3.1 Die regionale Kulturlandschaft ist dauerhaft gesichert und wird im Einklang mit Belangen von Umwelt- und Natur bewirtschaftet

  • 3.1.1 Wertvolle Teile der Kulturlandschaft sind in ihrer ökologischen, funktionalen und identitätsstiftenden Qualität durch neue Nutzung und Pflege erhalten oder wiederhergestellt
  • 3.1.2 Die Akzeptanz vorhandener Angebote hat sich durch Erfahrungstransfer und Modellvorhaben nachhaltig im Einklang mit Natur- und Umweltschutz erhöht
  • 3.1.3 Vorhaben zur Herstellung eines ausgeglichenen Landschaftswasserhaushaltes sowie des Hochwasserschutzes in Verantwortung der Kommunen werden als Teil der ländlichen Entwicklung aktiv unterstützt

3.2 Der Energieverbrauch und die CO2-Emmissionen sind durch Effizienzsteigerung reduziert und neue Modelle dezentraler Energieversorgung umgesetzt

  • 3.2.1 Der Anteil energetisch sanierter bzw. energieeffizienter öffentlicher bzw. gemeinschaftlich genutzter Gebäude ist gestiegen
  • 3.2.2 Modellhafte Vorhaben, in denen Bürger als Produzent und Konsument von Energie wirken (“Prosumer”), sind erfolgreich initiiert bzw. entstanden (z. B. Bürger- Solaranlagen / Windkraftanlagen)
  • 3.2.3 Modellhafte Verfahren zur Steigerung der Verwertung heimischer und nachwachsender Rohstoffe sind entwickelt und erprobt

Handlungsfeld 4 Gebietsübergreifende / transnationale Kooperationen

initiierte regionsübergreifende (inkl. Stadt-Land), nationale oder transnationale Kooperation haben den Erfahrungsaustausch und die Zusammenarbeit der Akteure nachhaltig verbessert und neue Entwicklungen angestoßen