Das Kulturhaus in Höfchen ist weit mehr als ein Gebäude. Hier wird gefeiert, gewählt, gelacht und gemeinsam Zeit verbracht – kurz: Hier spielt sich ein großer Teil des Dorflebens ab. Damit das auch künftig so bleibt, wurde das Haus mit Unterstützung des Regionalbudgets und dank vieler ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer fit für die Zukunft gemacht.
Höfchen/Kriebstein. Manche Gebäude sind weit mehr als vier Wände und ein Dach. Sie sind Treffpunkt, Wohnzimmer eines Dorfes und der Ort, an dem Gemeinschaft entsteht. Genau so ein Ort ist das Kulturhaus in Höfchen.
Im Rahmen der LEADER-Sommertour machte die Region SachsenKreuz+ gemeinsam mit Bürgermeisterin Maria Euchler Station in dem kleinen Ortsteil der Gemeinde Kriebstein. Schnell wurde deutlich: Im Mittelpunkt steht hier nicht nur das Gebäude selbst, sondern vor allem die Menschen, die sich mit großem Engagement für seinen Erhalt einsetzen.
Das Kulturhaus ist aus Höfchen kaum wegzudenken. Hier finden Familienfeiern statt, Seniorennachmittage und Weihnachtsfeiern, Veranstaltungen für Kinder, Sitzungen, Traditionsfeste und Wahlen. Für viele Menschen ist das Haus der Mittelpunkt des Dorflebens – ein Ort, an dem Generationen zusammenkommen.
Barrierefreie Zuwegung entstanden
Damit das auch in Zukunft so bleibt, wurde das Gebäude in den vergangenen Jahren Schritt für Schritt weiterentwickelt. Bereits mit Unterstützung der LEADER-Förderung konnte die Zuwegung barrierefrei gestaltet werden. Nun erhielt das Kulturhaus über das Regionalbudget einen neuen Fassadenanstrich sowie eine moderne Heizungsanlage.
Besonders beeindruckend: Den neuen Anstrich übernahmen die Einwohnerinnen und Einwohner größtenteils selbst. Beim gemeinsamen Arbeitseinsatz griffen zahlreiche Ehrenamtliche zu Pinsel und Farbe und verliehen dem Gebäude ein völlig neues Erscheinungsbild.
Die neue Heizungsanlage ersetzt die bisherige Nachtspeicherheizung und sorgt künftig nicht nur für deutlich niedrigere Energiekosten, sondern auch für mehr Komfort. Veranstaltungen können flexibler geplant werden und das Kulturhaus lässt sich zuverlässig beheizen – ein wichtiger Schritt, um den Treffpunkt langfristig zu sichern.
Nächster Wunsch: Dachsanierung
Doch in Höfchen endet das Engagement nicht mit der Fassadensanierung. Eine engagierte Arbeitsgruppe kümmert sich regelmäßig um die Außenanlagen, organisiert Veranstaltungen und bringt immer wieder neue Ideen für das Kulturhaus ein. Gemeinsam mit Kindern werden beispielsweise Weihnachtsplätzchen gebacken oder Wunschzettel gestaltet. Weitere Pläne für das Außengelände – etwa ein Grillplatz oder zusätzliche Sitzgelegenheiten – gibt es bereits. Auch eine Dachsanierung steht perspektivisch auf der Wunschliste.
„Es ist schön zu sehen, wie viele Menschen sich mit ihrem Kulturhaus identifizieren und bereit sind, selbst mit anzupacken“, sagte Bürgermeisterin Maria Euchler beim gemeinsamen Rundgang. Dieses Engagement sei ein wichtiger Baustein dafür, dass das Gebäude auch künftig ein lebendiger Treffpunkt für den Ort bleibe.
Für Regionalmanagerin Josefine Tzschoppe ist Höfchen ein gelungenes Beispiel dafür, wie Fördermittel und Ehrenamt Hand in Hand wirken. „Ein Förderprogramm kann vieles ermöglichen. Wirklich lebendig wird ein Projekt aber erst durch die Menschen, die sich dafür einsetzen. Genau das erleben wir hier in Höfchen.“
Zum Abschluss des Besuchs pflanzten die Beteiligten gemeinsam einen Baum – als Symbol für das, was in Höfchen längst Wurzeln geschlagen hat: Gemeinschaft, Zusammenhalt und die Bereitschaft, Verantwortung für das eigene Dorf zu übernehmen.