Mehr Raum zum Lernen, Spielen und Ankommen

Mit Fahrradunterstand, neuer Bushaltestelle, modernisiertem Lehrschwimmbecken und neuen Spielgeräten wurde die Pestalozzi-Schule Hartha in den vergangenen Jahren Stück für Stück weiterentwickelt. Möglich gemacht haben das engagierte Vereinsmitglieder des Fördervereins, die Stadt Hartha und die Unterstützung durch passende Förderungprogramme.

Hartha. Wenn morgens die ersten Schülerinnen und Schüler an der Pestalozzi-Schule Hartha eintreffen, beginnt für viele von ihnen der Tag auf dem Fahrrad oder an der Bushaltestelle vor der Schule. Manche stellen ihr Rad ab und laufen über den Schulhof, andere warten auf Freunde oder den Unterrichtsbeginn. Es sind alltägliche Momente, die oft kaum wahrgenommen werden. Doch gerade dort, wo Schule jeden Tag gelebt wird, haben in den vergangenen Jahren mehrere geförderte Projekte dafür gesorgt, dass sich der Alltag für Kinder und Jugendliche spürbar verbessert hat.

Was dabei entstanden ist, lässt sich nicht auf ein einzelnes Vorhaben reduzieren. Vielmehr wurde der Schulstandort kontinuierlich weiterentwickelt – mit einem Fahrradunterstand, einem neuen Wartehäuschen an der Bushaltestelle, einem modernisierten Lehrschwimmbecken mit neuer Schwimmbadfolie, Unter-Wasser-Audioanlage und LED-Farblichtscheinwerfer sowie zusätzlichen Spiel- und Bewegungsangeboten auf dem Schulhof. Jede Maßnahme für sich erfüllt einen konkreten Zweck. Gemeinsam tragen sie dazu bei, dass die Pestalozzi-Schule für ihre Schülerinnen und Schüler ein Stück sicherer, attraktiver und lebenswerter geworden ist.

Ein Ergebnis dieser Überlegungen ist der neue Fahrradunterstand. Viele Schülerinnen und Schüler nutzen das Fahrrad auf ihrem Schulweg. Früher standen die Räder oft ungeschützt im Freien. Heute gibt es einen wettergeschützten Abstellplatz, der nicht nur die Fahrräder schützt, sondern auch das Radfahren als umweltfreundliche Alternative stärkt. Doch damit war die Entwicklung des Schulgeländes noch lange nicht abgeschlossen.

Langfristige Entwicklung des Schulstandortes

Ein weiteres Anliegen betraf die Bushaltestelle an der Richard-Wagner-Straße direkt vor der Schule. Wer dort auf den Bus wartete, war bislang Wind und Wetter ausgesetzt. Besonders in den Wintermonaten oder bei Regen bedeutete das für viele Kinder und Jugendliche einen unangenehmen Start oder Abschluss des Schultages. Mit Unterstützung des Regionalbudgets konnte 2025 ein modernes Wartehäuschen errichtet werden. Die neue Infrastruktur kommt dabei nicht nur den Schülerinnen und Schülern zugute, sondern allen Fahrgästen des öffentlichen Nahverkehrs. 

Auch auf dem Schulhof hat sich in den vergangenen Jahren einiges verändert. Neue Spiel- und Bewegungsangebote schaffen Raum für Begegnung, Bewegung und gemeinsames Erleben. Kinder brauchen Orte, an denen sie sich ausprobieren, austoben und miteinander ins Gespräch kommen können.

Mit der Anschaffung neuer Spielgeräte wurde deshalb bewusst in die Aufenthaltsqualität investiert. Die Angebote stehen nicht nur den Schülerinnen und Schülern während der Pausen zur Verfügung, sondern werden auch von den Kindern des Hortes genutzt. So entwickelt sich das Schulgelände zunehmend zu einem Ort, der weit über den Unterricht hinaus Bedeutung hat.

Dass dies gelungen ist, liegt nicht zuletzt am Zusammenspiel vieler Akteure. Schulförderverein, Schule, Stadtverwaltung und Fördermittelgeber haben gemeinsam an einem Ziel gearbeitet. Die Maßnahmen wurden nicht isoliert gedacht, sondern als Teil einer langfristigen Entwicklung des Schulstandortes.

Schule als Ort der Begegnung

Für Ronald Kunze, Bürgermeister der Stadt Hartha und Vorsitzender der LEADER-Aktionsgruppe SachsenKreuz+, ist genau das die besondere Stärke von LEADER: „Regionalentwicklung entsteht nicht allein durch große Bauprojekte. Oft sind es engagierte Menschen vor Ort, die Bedarfe erkennen und Ideen entwickeln. Die Pestalozzi-Schule Hartha ist dafür ein hervorragendes Beispiel. Hier wurde Schritt für Schritt etwas geschaffen, das den Alltag der Schülerinnen und Schüler verbessert.“

Die verschiedenen Projekte rund um die Pestalozzi-Schule zeigen, wie aus einzelnen Ideen ein Gesamtbild entsteht. Es geht um Sicherheit auf dem Schulweg, um gute Bedingungen für Kinder und Jugendliche, um Aufenthaltsqualität und um die Frage, wie ein Schulstandort auch ein Ort der Begegnung werden kann. Vor allem aber geht es um Menschen, die nicht darauf warten, dass sich etwas verändert, sondern selbst aktiv werden.

Wer heute über das Gelände der Pestalozzi-Schule läuft, sieht deshalb mehr als einen Fahrradunterstand, ein Wartehäuschen oder demnächst eine neue Schaukel. Man sieht einen Ort, an dem sich viele Menschen mit Herzblut dafür einsetzen, dass Kinder gute Bedingungen zum Lernen, Spielen und Aufwachsen vorfinden. Und genau das macht dieses Projekt zu einem gelungenen Beispiel dafür, wie EU- und Landesförderung vor Ort wirken kann.